Was den Körper unbemerkt belastet.

Drei Belastungsquellen begegnen uns in der Praxis besonders häufig: Metalle aus Füllungen und Zahnersatz, wurzelbehandelte Zähne und entzündliche Veränderungen im Kieferknochen. Alle drei können das Immunsystem stark belasten und Beschwerden andernorts im Körper verursachen, ohne dass ein Zusammenhang zur Zahnmedizin offensichtlich wäre.

 

1 Metalle im Mund

Aus Amalgamfüllungen oder metallischem Zahnersatz wie Kronen und Prothesen lösen sich beim Kauen Kleinstpartikel. Diese gelangen in den Körper und werden vom Immunsystem als Fremdkörper erkannt.

Die Symptome einer Metallunverträglichkeit sind vielschichtig. Geschmacksveränderungen, Schlafstörungen, Erschöpfung oder Darmbeschwerden und vieles mehr können auftreten.

Diagnostik
Welche Metalle sich beim Kauen lösen und welche Reaktionen sie in Ihrem Körper hervorrufen, lässt sich über den Speichel und über spezielle Blutwerte feststellen.

Vorgehen
Beim Entfernen von Amalgamfüllungen entstehen hochgiftige Dämpfe. Eine Amalgamsanierung findet deshalb unter maximalen Schutzmaßnahmen statt. Den gesamten Prozess begleiten wir interdisziplinär, damit Ihr System regenerieren und gesunden kann.

 

2 Der wurzelbehandelte Zahn

Jeder gesunde Zahn ist ein eigenständiges Organ, ein Lebendgewebe mit eigenem Blut-, Nerven- und Lymphsystem. Bei einer Wurzelbehandlung wird dieses meist bereits abgestorbene Gewebe entfernt.

Das Wurzelkanalsystem ist hochkomplex. Vom Hauptkanal verzweigt es sich bis in kleinste Dentinkanälchen. Reinigbar ist aber selbst mit modernsten Methoden nur der Hauptkanal. In den Seitenkanälen verbleiben organisches Gewebe und Mikroorganismen, die Mercaptane und Thioether produzieren. Die Toxizität dieser Substanzen ist seit über 30 Jahren bekannt. Sie können Entzündungsreaktionen an anderer Stelle im Körper auslösen.

Eine wichtige Differenzierung
Nicht jeder wurzelbehandelte Zahn bereitet Probleme. Es ist eine Frage der individuellen, genetisch festgelegten Empfindlichkeit gegenüber diesen Toxinen. Mit einem Bluttest lässt sich nachweisen, ob eine Immunreaktion bereits stattgefunden hat.

 

3 FDOK: stille Entzündungen im Kieferknochen.

Eine FDOK (fettig-degenerative Osteonekrose des Kieferknochens), früher NICO genannt (Neuralgie induzierende chronische Ostitis), findet sich häufig in Kieferarealen, aus denen Zähne entfernt wurden. Besonders betroffen ist der Bereich der Weisheitszähne. Lag zum Zeitpunkt der Zahnentfernung ein Vitamin- und Mineralstoffmangel vor, begünstigt dieser Umstand die Entstehung einer FDOK.

Eine FDOK gilt als Störfeld. Die von ihr ausgeschütteten Zytokine können andernorts im Körper Beschwerden auslösen, die schulmedizinisch oft nicht erklärbar sind.

Diagnostik
Bei Verdacht auf eine FDOK fertigen wir eine digitale dreidimensionale Röntgenaufnahme (DVT) an. In ausgewählten Fällen ergänzen wir den RANTES-Blutwert.

Quellenhinweis: J Oral Pathol Med 1999; 28:423


 

Klarheit beginnt mit einem Gespräch.

Ob eine Sanierung sinnvoll ist und in welcher Reihenfolge sie erfolgen sollte, lässt sich nur individuell entscheiden. Ein ausführliches Erstgespräch schafft die Grundlage.